Sparen-Sparen!
Der Verband der Hartz4-Empfänger und aller Arbeitnehmer unter 1200 Euro-Netto haben versprochen ihren Beitrag zum Sparen weiter zu erhöhen.
Da Reiche an Geld wie an ein eigenes Körperteil gewöhnt seien, könne man von denen nicht erwarten sich eines abzuschneiden. Leistungsträger müßten Verantwortung schultern, stemmen und delegieren. Man kann sie nicht noch mehr in Anspruch nehmen. Was würde aus einem Land mit amputierten Leistungsträgern!
Ich treffe mich hierzu mit dem Sprecher des Hartz4-Empfänger-Verbandes Kevin Noack:
R: „Kevin.. äh Herr Noack. Laut OECD liegt die Armutsgrenze für eine Familie bei 900 Euro pro Monat, wo wollen Sie noch sparen?“
KN: „Wir sind viele und viele Tropfen höhlen den Stein, nehmen Sie den Grand Canyon in Amrika: das war die Arbeit von Wasser!“
R: „Weshalb sind die Arbeitnehmer bis 1200 Euro mit dabei?“
KN: „Na, die haben nach ihren Abgaben auch nicht mehr als wir... Übrigens benennen wir uns bald in „Hartz4 und Arbeitnehmer bis 1400 Euro“ um.“
R: „Aber eine angenommene Wiedereinführung der Vermögenssteuer, auch nur 5 Prozent, spielte auf einen Schlag 20 Milliarden in die Bundeskasse, vielleicht sogar mehr!“
KN: „Das ist richtig, aber wir wollen zeigen, daß wir das auch können!“
R: „Aber selbst wenn alle Hartz4-Empfänger auf ihre Bezüge verzichten, kommen Sie da nicht heran.“
KN: „Eine Hartz4-Familie mit zwei Kindern kann natürlich nicht auf sehr viel verzichten, eine mit 8 Kindern spart dem Staat jedoch vielmehr ein, wenn sie keine Leistungen erhält!“
R: „Sie rufen also zur Erhöhung der Geburtenrate auf?“
KN: „Nicht nur. Es gibt einen ganzen Katalog: wir leben mietfrei, ohne Heizung, ohne Bildung. Und da selbst in Konjunkturzeiten wie 2005-08 die Löhne fallen, werden wir täglich mehr! Zudem gebe ich selbst Fastenkurse...“
R: Wie mietfrei?“
KN: „Am mietfreien Wohnen klebt momentan noch das häßliche Adjektiv „obdachlos“ und wird in der Gesellschaft stigmatisiert, aber wir arbeiten längst daran es durch „unabhängig“ oder „gemeinschaftlich frei“ zu ersetzen und der Diskussion die Schärfe zu nehmen. Bedenken Sie: Ein Dach nimmt uns den Blick auf die Sterne!“
R: „Aber, Sie können doch nicht behaupten, daß...
KN: „Wenn wir nicht vorangehen, wer dann? Jemand, der vor einem Flachbildschirm sitzt und Chips ißt? Jemand der die seine Zeit braucht um die Ledersitze in seinem Porsche-Phaeton-Jaguar-was weiß ich- mit einem Pflegemittel einzusprühen?
R: „Das sind alberne Klischees, sie reden von Leistungsträgern!“
KN: „Ja, ich weiß, und die gehen ins Ausland, wenn wir sie nicht füttern und anhimmeln, diese Botox-Tamagochies mit ihrer Hühneraugenhöhe! Sollen sie doch gehen, herzlichen Glückwunsch Ausland...“
R, kopfschüttelnd: „Trotzdem: Danke für das Gespräch.“
Die Unterschicht, liebe Zuhörer und Zuschauer, wurde durch die Presse dumm geschrieben, und hier kann man nun gut verstehen, daß sie auch dumm sind... und gefährlich! Zurück ins Studio.