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Schlaf 13 Flur: “Du wirst dich doch nicht am Tage schon ... eh! Aber Du, das jetzt, also, da fällt mir ja gar nichts mehr ein ... ja, schön: die Decke über den Kopf, sag mal ... aber sonst ... na, ich gehe dann ... 16 Uhr, sich 16 Uhr ins Bett legen, aber hallo ...” Stube: Sie hört das Tür schließen. Jetzt zieht sie Hose und Bluse aus. Legt sich auf den Rücken. Versucht ganz eben zu liegen, daß möglichst viel Haut das Laken berührt, und schweres Fleisch und feste Knochen. Spürt die Deckenkante an ihrem Kinn, spürt das Gewicht der Decke auf ihren Schultern, ihrer Brust, ihrem Bauch, auf ihren Kniescheiben. Sie achtet auf ihren Atem. Was bringt er herein, was transportiert er hinaus? Ist der Atem nicht vielmehr dazu da Dinge rauszuwerfen! Ist der Atem nicht schmutzig wie Schweiß, stinkend wie Kot? Ausatmen macht die Welt leichter. Weil wir die Welt sind. Und die Bäume machen aus unserem Frust Sauerstoff, haben wir doch schon in der Schule gelernt. Chlorophyll. So, nun noch drei tiefe weite l a n g s a m e Züge ausatmen, ich entlasse mich selber in die Freiheit. Hat beinahe etwas von ... ich meine es ist wie waschen ... Irgendwann muß sie das verstehen, sich auch mal hinlegen, ausatmen. Ja, es gibt wenig Bäume, viele gelbe Blätter aus dem vorigen Jahr ... Drei Straßen weiter: “Die hat sich hingelegt. Nein, ich finde das auch nicht schlimm. Kann man doch machen, wenn’s im Rahmen bleibt. Du hättest ihre Augen sehen solln! Na, mit mir springt sie nicht so um. Macht auf depressiv, entrückt, ich-kann-nich-mehr, gerade jetzt, fragt mich jemand: ob ich kann! Sonntag wollen wir anfangen ... ja, noch zwei Tage, hast ja Recht. Könnte mir auch gut tun? Ja, sicher, nu krieg dich mal ein, weißt du was bis Sonntag noch anliegt, das macht sich nicht von alleine ... ja, ich liebe sie, sie ist eben anders, ihre Ruhe möchte ich haben, nein: Ruhe ist das schlimmste überhaupt!” |
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